BSB NORD | VIELFALT UND TEILHABE KIRCHE UND SPORT Dialogformat Vielfalt Gemeinsam gegen Rassismus im Sport Rassismus hat in der Gesellschaft und im Sport keinen Platz – und doch ist er Alltag in der Gesell - schaft, in Stadien, Vereinen und Sporthallen. Wie können wir dem wirksam begegnen? Welche Ver- antwortung tragen Vereine, Verbände sowie jede und jeder Einzelne? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Dialog- formats Vielfalt, das am Donnerstag, 22. Januar 2026 von 18 bis 21 Uhr in den Räumlichkeiten des Dietmar-Hopp-Stadions der TSG Hoffenheim stattfindet (Veranstaltungsadresse: Peter-Hofmann- Weg 3, 74889 Sinsheim-Hoffenheim). Der Badische Fußballverband lädt gemeinsam mit dem Bundesprogramm „Integration durch Sport“ im Badischen Sportbund Nord zu einem praxis- nahen Austausch ein. Im Fokus stehen konkrete Wege, wie Rassismus im Fußball und im Sport ins- gesamt erkannt, benannt und wirksam entgegnet werden kann. ) B F D ( u o d d o C o d a n e R i l : o t o F Makkabi Deutschland bietet Raum für Sensibili- sierung, Diskussion und die Entwicklung konkreter Lösungsansätze. ders angesprochen sind auch Personen mit Ein- wanderungsgeschichte. Spannende Einblicke gewährt das „DFB-Projekt zur wirksamen und nachhaltigen Anti-Rassismus- Arbeit im deutschen Amateurfußball” mit Projekt - leiter Zubair Ahmad. Eine interaktive Workshop- Phase mit dem vielfach ausgezeichneten Projekt „Zusammen1 – Für das, was uns verbindet“ von Eingeladen sind insbesondere Vereins- und Ver- bandsmitarbeitende, Trainer/-innen, Spieler/-innen, Schiedsrichter/-innen sowie Engagierte aus Fuß- ballvereinen. Auch andere Sportarten und Interes- sierte, die sich für ein respektvolles Miteinander im Sport einsetzen möchten, sind willkommen. Beson- Die Veranstaltung wird beim Badischen Fußballver- band mit vier Lerneinheiten als kleine Fortbildungs- maßnahme zur Verlängerung für Trainer/-innen mit C-/B-Lizenz angerechnet. Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Jetzt anmelden und ein Zeichen gegen Rassismus setzen: https://forms.office.com/e/vEiuF1tNk7 Kolumne Querpass Hab Mut, steh auf! Eine Karte mit diesem Spruch hat mir jemand mit guten Wünschen zum neuen Jahr geschickt. Eine Ermutigung, das, was kommen mag, anzugehen. Ein solches Wort kann guttun. Welche Sportlerin oder welcher Sportler kennt nicht auch solche Situationen. Der Torwart, dem ein halt- barer Schuss in entscheidender Situation durch die Hände rutscht, und die Mannschaft verliert das Spiel. Die Turnerin, der Turner patzt beim Abgang vom Gerät und verpasst den Medaillenplatz. Der Spieler wird im Spiel verletzt, und der Stammplatz in der Mannschaft wackelt. Wenn mir da jemand Mut macht, kann ich wieder hochkommen. Das gilt auch im übertragenen Sinn für mein Leben. Wenn mich ein Ereignis in meinem Leben niederstreckt und ich erst wieder hochkom- men muss, dann kann ein mutmachendes Wort ganz wichtig sein. Es könnte auch sein, dass ich jemanden ermutige aufzustehen, dass ich ihm die Hand reiche und bei- stehe: Hab Mut, steh auf! Dieses Wort ist aus einer Geschichte in der Bibel, in der Jesus den blinden Bartimäus heilt (Mk 10.46-52). Die Leute um den Blinden herum ermutigen ihn, nicht sitzen zu blei- ben, sondern zu Jesus zu gehen, der ihn ruft. Mut ist nicht etwas, das wir uns selbst machen kön- nen wie ein Muskel, den wir trainieren. Mut wächst, wenn wir Zuspruch erfahren und spüren, dass wir nicht allein sind. Wir leben davon, dass andere Men- schen uns Mut machen, wenn wir aus uns selbst nicht genug Kraft haben. Und das gilt nicht nur für die/den Sportler/-in, die dranbleiben wollen. Es gibt Situationen, in denen wir – wie Bartimäus – nicht sehen können, wie es gerade weitergehen kann und in denen ich Nähe und Zuwendung brau- che. Und wie gut kann es tun, einen Dank oder ein Lob zu bekommen, wenn ich wieder aufgestanden bin und etwas bewältigt habe. So kann ich aufste- hen aus meinen Ängsten, meiner Blindheit, meinen Lähmungen und weitergehen in meinem Leben. Das Aufstehen ist mehr als ein körperlicher Akt. Da geht etwas in meinem Inneren vor. Ich vertraue da- rauf, dass mein Leben einen Sinn hat und ich einen Weg für mich sehen kann. Und als glaubender Mensch kann ich sagen: Ich kann aufstehen, weil Gott mir die Kraft gibt. Erhard Bechtold, Arbeitskreis Kirche und Sport 26