Förderer des Sports: Prof. Dr. Klaus Roth

Als ‚Förderer des Sports‘ hat der Badische Sportbund Nord am 23. November 2018 in Heidelberg Prof. Dr. Klaus Roth ausgezeichnet. Die Auszeichnung nahmen Vizepräsident Gerhard Schäfer und Ehrenpräsident Heinz Janalik im Rahmen der Verabschiedung des langjährigen Direktors des Heidelberger Institut für Sport und Sportwissenschaft (ISSW) vor.

Klaus Roth, vielen bekannt als Erfinder der Heidelberger Ballschule, war in seinen 24 Jahren als ‚Chef‘ des ISSW immer ein kollegialer Partner der Sportvereine und Sportverbände. Dass ihm der Sport nicht nur als Sportwissenschaftler wichtig war sondern auch in seiner alltäglichen Anwendung in den vielen Sportvereinen mit ihren Ehrenamtlicher Trainer*innen und Vereinsvorständen hob Gerhard Schäfer in seiner Laudatio denn auch besonders hervor. „Klaus Roth gab mir von Anfang das Gefühl mit ihm auf Augenhöhe zu sein und das nicht nur, weil wir in etwa gleich groß sind. Seine Fähigkeit, dem jeweiligen Gesprächspartner diese Art von Gleichheit zu vermitteln, zeichnet ihn absolut aus. Die Berührung mit der Sportwissenschaft in Persona Klaus Roth vermittelte jedem Vereinsvorsitzenden ‚Du kannst gleichberechtigt mitreden. Deine Meinung, Deine Position ist wichtig und wird Wert geschätzt“.

Welche Wertschätzung der Ballspieler Klaus Roth (übrigens in seiner aktiven Zeit ein herausragender Handballer) als Mensch, Pädagoge und Wissenschaftler genießt, wurde an der großen Zahl von herausragenden Rednern deutlich. Ob Heidelbergs OB Würzner, der Dekan der Fakultät Prof. Dr. Dirk Hagemann, der Gerontologe Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Roth’s Doktorvater Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Willimczik, der Ehrensenator der Uni Heidelberg Dr. h.c. Manfred Lautenschläger oder Henrik Westerberg und Dietmar Pfähler für die Dietmar-Hopp-Stiftung und Anpfiff ins Leben, alle zeichneten in ihren Dankesworten den Menschen Klaus Roth aus ganz verschiedenen Blickwinkeln nach.

Gemeinsamer roter Faden: Klaus Roth ist herausragend! Wir freuen uns auf viele weitere Impulse von ihm. Übrigens, dass das Heidelberger Sportinstitut als Institut für Sport und Sportwissenschaft firmiert, ist Programm. Sportwissenschaft ohne Sportpraxis oder Theorie ohne Praxisbezug, das war weder die Philosophie von Prof. Dr. Hermann Rieder noch von seinem von 1994 bis 2018 amtierenden Nachfolger Prof. Dr. Klaus Roth.

Bleibt zu hoffen, dass auch die Nachfolge sich dieser Tradition verpflichtet fühlt und den Kontakt zu den Sportvereinen und Sportverbänden sucht und pflegt.