Neue BSB-Vizepräsidentin: Sabine Kusterer

Zwei gewichtige Tagesordnungspunkte standen am Abend des 19. September 2018 beim außerordentlichen Sportbundtag des BSB im Institut für Sport und Sportwissenschaften der Universität Heidelberg (ISSW) im Mittelpunkt: Die Verabschiedung einer neuen Satzung, die mit nur wenigen Gegenstimmen angenommen wurde, sowie Nachwahlen, bei denen die Gewichtheberin und Olympiateilnehmerin Sabine Kusterer einstimmig zur Vizepräsidentin gewählt wurde.

Zu Beginn der Veranstaltung hieß BSB-Präsident Martin Lenz die Delegierten im Namen des Präsidiums und des Hauptamts herzlich willkommen und dankte ihnen für ihr Kommen. Besonders begrüßte er BSB-Ehrenpräsident Heinz Janalik und Institutsdirektor Prof. Dr. Rüdiger Heim. Dieser hob in seinem Grußwort die enge Verbundenheit zwischen BSB und ISSW hervor und dankte für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren. „Sie sind ein verlässlicher und konstruktiver Partner“, lobte Heim den BSB und stellte zum Abschluss noch kurz sein Institut vor, das trotz relativ geringer Größe zu den führenden Einrichtungen im Forschungsbereich gehöre.

Erfolgreiche Arbeit fortsetzen
Martin Lenz ließ dann einen kurzen Bericht über seine bisherige Amtszeit folgen, rekapitulierte die vier Ziele, mit denen er angetreten ist – hier sei man mit der Umsetzung auf einem guten Weg – und kam schließlich auf den Strategietag vom November 2016 zu sprechen. Damals seien Wünsche und Anregungen formuliert worden, die durch die Neufassung der Satzung nun besser berücksichtigt werden könnten. Daher sei es zu diesem außerordentlichen Sportbundtag gekommen, aber auch, um den Sportbundtag 2019 nicht überzubelasten. Bei diesem werde er im Übrigen wieder kandidieren, um die bisherige Arbeit, die ihm sehr viel Spaß bereite, weiterzuführen.

Neue Satzung intensiv diskutiert und verabschiedet
Die neue Satzung stand danach für ca. eine Stunde im Mittelpunkt. Martin Lenz dankte Helmut Sickmüller und der gesamten Satzungskommission für ihre Arbeit und erläuterte dann gemeinsam mit Sickmüller die einzelnen Paragraphen. Neben zahlreichen redaktionellen Änderungen sind es im Wesentlichen fünf Punkte, bei denen es spürbare Veränderungen gibt. Rückfragen und Diskussionen gab es dann auch zu diesen Punkten. So z.B. zur neuen Verteilung der Stimmrechte unter Fachverbänden und Sportkreisen, zum Thema „Stimmenhäufung“, wo einige Unklarheiten geklärt werden konnten, oder zum Nominierungsverfahren von Präsidentschaftskandidaten im Hauptausschuss. Ehrenpräsident Heinz Janalik gab schließlich zu bedenken, ob es wirklich mehr Qualität bringe, wenn man die Zahl der Präsidiumsmitglieder um drei erhöhe. Die Mitglieder der Satzungskommission begründeten diese Änderung mit dem Wunsch von kleinen Verbänden und Sportkreisen nach mehr Gewicht im Präsidium. Die Delegierten stimmte schließlich mit 657 Stimmen und 20 Gegenstimmen eindeutig für die neue Satzung.

Sabine Kusterer ist neue BSB-Vizepräsidentin
Nach der erfolgreich verabschiedeten neuen Satzung kam es zu zwei Nachwahlen – zum einen für das Präsidium, da Harald Denecken auf eigenen Wunsch vor Ende der Wahlperiode ausscheidet, zum anderen eines neuen Kassenprüfers wegen des Todes von Peter Vetter. Denecken verabschiedete sich nach 48 Jahren ehrenamtlichen Engagements beim Badischen Sportbund und bei der Badischen Sportjugend. Seit 1970 war er in verschiedenen Positionen ehrenamtlich tätig, zuletzt seit 1995 als BSB-Vizepräsident. Seine offizielle Verabschiedung wird im Rahmen des ordentlichen Sportbundtages im Mai 2019 stattfinden. Nachfolgerin von Harald Denecken wird Sabine Kusterer aus Karlsruhe. Die 27-jährige Sportsoldatin, die bei Olympia in Rio Zehnte im Gewichtheben war, wurde einstimmig zur BSB-Vizepräsidentin gewählt. Sie wird als Sportbotschafterin zahlreiche Sportprojekte des BSB begleiten und zukünftig für die Sportentwicklung im BSB-Präsidium mitarbeiten. Kusterer freut sich auf ihre kommende Aufgabe: „Da ich eine aktive Leistungssportlerin bin, möchte ich die Sichtweise einer aktiven Athletin in die Präsidiumsarbeit einbringen. Ich möchte den Badischen Sportbund bei Sportveranstaltungen repräsentieren und dabei den Dialog mit den Sportlerinnen und Sportlern suchen, um deren Vorstellungen und Wünsche kennenzulernen. Ich fühle mich sehr geehrt und bin bereit, die Aufgabe trotz meiner Jugend und Unerfahrenheit zu übernehmen.“ Glückwünsche kamen zu allererst von Harald Denecken. Auch BSB-Präsident Martin Lenz beglückwünschte seine neue Mitstreiterin im Präsidium: „Ich bin sehr stolz darauf, dass der BSB Nord als einziger Landesverband in Deutschland nun eine aktive Olympiateilnehmerin in seinen Reihen hat! Ich bin mir sicher, dass Sabine Kusterer durch ihre langjährige Erfahrung als Spitzensportlerin viele neue Ideen in unsere Präsidiumsarbeit einbringen wird und wir mit ihr in den kommenden Jahren sehr gut aufgestellt sind!“ Als Kassenprüfer hatte Ralf Stückler, Finanzvorstand beim TSV Schöllbronn, kandidiert und wurde einstimmig gewählt. Ausgesprochen zufrieden mit dem Ablauf und den Ergebnissen der Veranstaltung schloss Martin Lenz den ersten außerordentlichen Sportbundtag in der Geschichte des BSB, wies auf das nächste Zusammentreffen beim Sportbundtag am 25. Mai 2019 hin und wünschte allen eine gute Heimfahrt.

Interview mit Sabine Kusterer

Baden TV Beitrag

Die wichtigsten Satzungsänderungen