Bundesweite „Notbremse“ ab 7-Tage-Inzidenz von 100

Mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) wurde eine bundesweit verbindliche „Notbremse“ ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 eingeführt. Überschreitet in einem Stadt- oder Landkreis die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen den Schwellenwert von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, so gelten dort ab dem übernächsten Tag automatisch die in § 28b IfSG aufgeführten Maßnahmen. Sinkt in dem entsprechenden Stadt- oder Landkreis die 7-Tage-Inzidenz unter den Wert von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner an fünf aufeinander folgenden Werktagen, so tritt dort ab dem übernächsten Tag die „Notbremse“ außer Kraft. Sofern Maßnahmen in einem Land strenger sind als der Katalog des § 28b IfSG, so gelten diese fort.

Die Änderungen den Sport betreffend finden sich in § 28b Abs. 1 Nrn. 3, 6 und 8 IfSG. So ist bei einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner („Notbremse“ nach § 28b IfSG) die Ausübung von Sport im Freien und in geschlossenen Räumen nur in Form von kontaktlosem Individualsport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts zulässig. Der Betrieb von Sportanlagen und Sportstätten zu diesem Zweck setzt voraus, dass angemessene Schutz- und Hygienekonzepte eingehalten werden. Ferner ist für Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres, also bis einschließlich 13 Jahre, die Ausübung von kontaktlosem Sport im Freien in Gruppen von höchstens fünf Kindern zulässig. Anleitungspersonen müssen auf Anforderung ein negatives Ergebnis einer innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung durchgeführten Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen können.

Die Öffnung von Schwimm- und Hallenbädern sowie Fitnessstudios ist, so lange die „Notbremse“ greift, untersagt.

Aufgrund der nun bundesweit verbindlichen „Notbremse“ wurde auch die Corona-Verordnung (CoronaVO) der Landesregierung entsprechend angepasst. Die Änderungsverordnung tritt am 24. April 2021 in Kraft. Dabei wurde eine Anpassung an die Regelung des Infektionsschutzgesetzes vollzogen, die auch Auswirkungen auf den Sport hat. So zählen zukünftig bei Ansammlungen (§ 9 Abs. 1 Nr. 2 CoronaVO) Kinder der jeweiligen Haushalte bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres, also bis einschließlich 13 Jahre, nicht mit. Bisher waren dies Kinder bis einschließlich 14 Jahre. Dies gilt nun in Stadt- oder Landkreisen mit stabiler Inzidenz unter 100 auch bei der Ausübung von kontaktarmem Freizeit- und Amateursport „nach Maßgabe von § 9 Abs. 1“. Unverändert bleibt, dass auch zukünftig - bei stabiler Inzidenz unter 100 - im Freien Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich zur Vollendung des 14. Lebensjahres, also bis einschließlich 13 Jahre, kontaktarmen Freizeit- und Amateursport ausgeübt werden darf.

Mit Blick auf den Profi- und Spitzensport gibt es nach derzeitiger Einschätzung keine Änderungen.

Notbremse: Vereinssport im Überblick

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