Infoseite zum Ukraine-Konflikt (Stand 10. Juni 2022)

Fast 7 Millionen Menschen – vornehmlich Frauen und Kinder – sind seit Kriegsbeginn aus der Ukraine geflüchtet. Die meisten von ihnen verbleiben in den Nachbarländern, insbesondere in Polen, wo sich gegenwärtig fast 3 Millionen geflüchtete Ukrainer*innen aufhalten. Ca. 780.000 Menschen sind bislang in der Bundesrepublik offiziell registriert worden, über 100.000 davon in Baden-Württemberg.

Zum 01. Juni 2022 findet bundesweit ein sogenannter „Rechtskreiswechsel“ statt. Geflüchtete aus der Ukraine, die bereits eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 des Aufenthaltsgesetzes („Massenzustrom-Richtlinie“) besitzen oder beantragt haben, wechseln in den Anwendungsbereich des Sozialgesetzbuches II (SGB II). Sie erhalten Sozialleistungen dann nicht mehr nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylBLG) vom Sozialamt, sondern nach dem SGB II (sog. "Hartz IV") vom örtlich zuständigen Jobcenter. Dieser Wechsel zwischen den beiden Leistungssystemen hat Auswirkungen auf Unterstützungsleistungen wie zum Beispiel das Kindergeld, die Arbeitsvermittlung oder den Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Beachten Sie auch

unsere Downloads und weiterführenden Links auf der rechten Seite.

Der organisierte Sport bekennt sich zur Integration der aus der Ukraine Geflüchteten und ist bereit allen Geflüchteten die soziale Teilhabe zu ermöglichen. Besonders das Projekt "Integration durch Sport" ist vor diesem Hintergrund ein wichtiger Baustein und eine ausgezeichnete Verbindungsbrücke zu den geflüchteten Menschen. Um den Vereinen, Sportkreisen und Verbänden eine Hilfestellung im Umgang mit den Geflüchteten zu bieten, haben wir die wichtigsten Fragen in FAQ zusammengestellt.

Integration durch Sport – Förderung von Projekten und Angeboten für und mit Geflüchteten aus der Ukraine

Dem Bundesprogramm Integration durch Sport stehen Fördermittel des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) sowie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zur Verfügung. Sportvereine und Sportkreise mit Sitz in unserem Verbandsgebiet, die im Jahr 2022 Maßnahmen für und mit Menschen mit familiärer Einwanderungsgeschichte oder Fluchthintergrund sowie soziale Benachteiligte durchführen, können bis zum 17. Juli 2022 Fördermittel beantragen.

Weitere Informationen zum Antragsverfahren und den Förderbedingungen sowie alle erforderlichen Unterlagen finden Sie hier.

Sonderförderung der Aktion Mensch: Hilfe für geflüchtete Menschen des Ukrainekriegs

Die Sonderförderung der Aktion Mensch richtet sich an Menschen mit Behinderung, Kinder und Jugendliche sowie deren Begleitung, die vor dem Ukrainekrieg geflohen sind. Weitere Informationen finden Sie in den Downloads auf der rechten Seite oder hier.

 

Steuerliche Maßnahmen zur Anerkennung des Engagements

Die große Hilfsbereitschaft aus dem organisierten Sport findet auf Bitten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) auch Unterstützung im Bundesfinanzministerium (BMF). Das BMF hat in einem Schreiben vom 17. März 2022 steuerlich erleichternde Regelungen getroffen, die sich auch auf Sportvereine, die derzeit humanitäre Hilfe leisten, auswirken. Die steuerlichen Maßnahmen vereinfachen unter anderem den Spendennachweis und sorgen für Erleichterungen bei der Mittelverwendung.

Die verschiedenen Regelungen im Einzelnen sind in diesem Dokument zu finden.

Sportler helfen Sportlern

Der DOSB und die Deutsche Sporthilfe haben einen Soforthilfefonds für ukrainische Sportler*innen aufgelegt, um kurzfristig Hilfe zur Verfügung zu stellen. Der DOSB ruft ganz Sportdeutschland zu weiteren Spenden auf.

Weitere Informationen

 

FAQ zum Ukraine-Konflikt - Fragen und Antworten