PARTNER Unser Partner ARAG informiert Tipps für engagierte Eltern Zuhören statt bewerten Nehmen Sie sich Zeit, Ihrem Kind zuzuhören und seine Gefühle wie Enttäuschung oder Frust ernst zu nehmen, ohne vorschnelle Ratschläge zu ge- ben. Rückschläge einordnen Erklären Sie, dass Fehler und Niederlagen ein natürlicher Teil des Lernens sind – selbst für Profisportler. Positives hervorheben Anstatt sich auf das zu konzentrieren, was nicht geklappt hat, sollten Kinder lernen, ihre Fortschritte bewusst wahrzunehmen. Jeder kleine Erfolg – sei es eine gelungene Übung oder ein kleiner persön- licher Fortschritt – zählt und sollte gefeiert werden. Diese positive Einstellung hilft, Frustration zu über- winden und motiviert, weiterzumachen. Helfen Sie Ihrem Kind, Fortschritte und kleine Erfolge wahrzunehmen, auch wenn das ge- wünschte Ziel (noch) nicht erreicht wurde. Fragen statt Vorschreiben: Unterstützen Sie Ihr Kind, selbst Lösungen zu finden, z.B. durch Fragen wie: “Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?” Vorbild sein Zeigen Sie, wie Sie selbst mit Rückschlägen um- gehen, um Ihrem Kind ein positives Beispiel zu geben. Druck reduzieren Vermeiden Sie es, unrealistische Erwartungen zu setzen, und stellen Sie den Spaß und die Freu- de am Sport in den Vordergrund. Umgang mit Rückschlägen mit der WOOP-Methode Die WOOP-Methode (Wish, Outcome, Obstacle, Plan) aus der Motivationspsychologie hilft, Ziele trotz Hindernissen zu erreichen. Sie betrachtet nicht nur Wünsche und positive Ergebnisse, sondern be- zieht auch potenzielle Hürden mit ein und entwi- ckelt konkrete Lösungen. Durch diese realistische und zugleich optimistische Herangehensweise kön- nen Rückschläge zu einer Lernmöglichkeit werden, anstatt die Motivation zu untergraben. Beispiel aus dem Tennistraining Lukas, neun Jahre alt, hat Schwierigkeiten, den Aufschlag beim Tennis richtig zu meistern. Trotz mehrerer Trainingsstunden gelingt es ihm nicht, den Ball kraftvoll und präzise ins gegnerische Feld zu schlagen. Er ist frustriert und beginnt, an seinen Fähigkeiten zu zweifeln. Gemeinsam mit seinem Trainer setzt Lukas die WOOP-Methode ein, um mo- tiviert zu bleiben und an seinem Ziel zu arbeiten. Wish (Wunsch) Auch das Setzen von neuen, erreichbaren Zielen ist ein hilfreiches Werkzeug. Rückschläge bieten die Möglichkeit, sich selbst zu hinterfragen: Was kann ich verbessern? Welche kleinen Schritte kann ich gehen, um mein Ziel zu erreichen? Der Fokus auf realistische Etappenziele macht große Heraus- forderungen überschaubar und stärkt die Motiva- tion. Wichtig ist außerdem, geduldig mit sich selbst zu sein. Es ist normal, dass Entwicklung Zeit braucht und nicht immer linear verläuft. Wer lernt, nach ei- nem Rückschlag ruhig zu bleiben, sich selbst zu reflektieren und weiterzumachen, legt eine wich- tige Basis für sportlichen Erfolg und persönliche Stärke. Durch diese Herangehensweise können Kinder und Jugendliche Rückschläge nicht nur besser verkraf- ten, sondern sie aktiv nutzen, um über sich hinaus- zuwachsen. Die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren und Herausforderungen zu meistern, ist eine wert- volle Kompetenz – im Sport und im Leben. Wie können Eltern ihre Kinder unterstützen? Eltern spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Kinder bei der Bewältigung von Rück- schlägen im Sport zu unterstützen. Gerade in schwierigen Momenten brauchen Kinder keine zu- sätzliche Kritik oder Druck, sondern Verständnis und konstruktive Begleitung. Eltern können helfen, Rückschläge als normale und lehrreiche Erfahrun- gen zu betrachten, die zur Entwicklung ihres Kindes beitragen. 28 Outcome (Ergebnis) „Wenn Lukas das schafft, fühlt er sich selbstbe- wusst und kann stolz auf sich sein. Er freut sich darauf, wie seine Freunde und Familie seinen Fortschritt bewundern.“ Obstacle (Hindernis) Lukas hat Schwierigkeiten, die richtige Technik zu kombinieren: Der Schwung des Schlägers ist oft zu langsam, und er wirft den Ball unpräzise.“ Plan „Lukas plant, jeden Trainingstag 10 Minuten ge- zielt an seinem Ballwurf und der Schwungkraft zu arbeiten. Falls er frustriert ist, erinnert ihn sein Trainer daran, dass kleine Fortschritte ge- nauso wichtig sind wie der Enderfolg. Außerdem plant Lukas, sich selbst zu loben, wenn der Auf- schlag besser gelingt.“ Durch die WOOP-Methode erkennt Lukas, dass Hindernisse normal sind und keine unüberwindba- ren Barrieren darstellen. Mit einem klaren Plan für den Umgang mit diesen Hürden fühlt er sich nicht mehr überfordert, sondern motiviert, weiterzuma- chen. Die Methode hilft ihm, seinen Fokus zu be- halten und auch kleine Fortschritte zu schätzen – etwa einen präziseren Ballwurf oder einen kraft- volleren Schwung. Ein starkes Fundament – wie Vereine ein positives Sportumfeld schaffen und junge Mitglieder langfristig binden Die langfristige Integration von Kindern und Jugend- lichen in das Vereinsleben ist nicht nur essenziell für die individuelle Entwicklung der jungen Mit- glieder, sondern auch für die nachhaltige Zukunft des Vereins. Ein positives Sportumfeld motiviert, stärkt die Bindung an den Verein und fördert die Freude an der sportlichen Betätigung. Damit dies gelingt, können Vereine auf mehreren Ebenen aktiv werden. Willkommenskultur etablieren Neue Mitglieder und ihre Eltern sollten sich von Anfang an wertgeschätzt fühlen. Klare Kommu- nikationswege, persönliche Begrüßungen und die Vermittlung eines Gemeinschaftsgefühls erleichtern den Einstieg ins Vereinsleben. Kinder, die das Gefühl haben, Teil einer unterstützenden Gemeinschaft zu sein, bleiben langfristig moti- viert. „Lukas möchte den Aufschlag so gut beherr- schen, dass er ihn im nächsten Match sicher einsetzen kann.“ Individuelle Förderung ermöglichen Vereine können durch alters- und leistungsge- rechte Angebote sicherstellen, dass Kinder we-