Crowdfunding und Spendenbescheinigungen

In einem aktuellen Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF-Schreiben vom 15.12.2017) wird auf eine vergleichsweise neue Form der Spendenakquise –das so genannte „Crowdfunding“ eingegangen.

Beim Crowdfunding werden Gelder über Internetplattformen eingeworben. Populäres Beispiel ist die alljährliche Spendensammlung von Wikipedia.

Der Vorteil dieser Form der Mittelwerbung ist, dass man über das Internet zahlenmäßig viele potenzielle Geldgeber erreicht, weswegen zum Erreichen einer bestimmten angestrebten Summe jeder Einzelne geringere Einzelbeträge beisteuern muss.

Das Schreiben stellt klar, in welchen Fällen für über eine Crowdfunding-Aktion eingeworbenes Geld Zuwendungsbescheinigungen ausgestellt werden dürfen und in welchen nicht.

 

Für gemeinnützige Vereine trifft i.d.R. der dritte Punkt (siehe Schreiben) zu:

"Das Crowdfunding-Portal als steuerbegünstigter Zuwendungsempfänger
Ist das Crowdfunding-Portal selbst Projektveranstalter und eine nach § 5 Absatz 1 Nummer 9 KStG i. V. m. §§ 51 ff. AO steuerbegünstigte Körperschaft oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts, ist es selbst zur Ausstellung von Zuwendungsbestätigungen nach § 50 Absatz 1 EStDV berechtigt. Dies gilt auch für den vereinfachten Zuwendungsnachweis nach § 50 Absatz 4 Satz 1 Nummer 2 EStDV."

 

In anderen Worten: gemeinnützige Vereine dürfen für Zuwendungen aus Crowdfunding-Aktionen Spendenbescheinigungen ausstellen.

 

 

Kontakt

Michael Titze

+49 (0)721/18 08-17